Harburger Anzeigen und Nachrichten, 04.05.2004
Der Winsener Stadt- und Deichvolkslauf ging zum 20. Mal über die Bühne
Von perfekter Technik, menschlichem Versagen und knapp 830 Teilnehmern: Was vor 20 Jahren als kleine Veranstaltung für ein paar hiesige Laufenthusiasten begann, hat sich in zwei Jahrzehnten zu einer weit über die Kreisgrenzen hinaus beachteten Laufveranstaltung gemausert: der Stadt- und Deichvolkslauf in Winsen, der in diesem Jahr zum 20. Male über die Bühne ging - passend zum "Jubiläum" mit einem neuen Teilnehmerrekord.
"Knapp 830 Läuferinnen und Läufer bedeuten für uns absoluten Rekord und sind gleichzeitig auch eine schöne Anerkennung für unsere Veranstaltung und unsere Mühe", sagte Stadt- und Deichvolkslauf-Initiator und Cheforganisator Hans-Günter Ulmann, der mit seinem Helferteam von der "Stolpertruppe" - den Mitgliedern des Lauftreffs im TSV Winsen wie gewohnt ganze Arbeit geleistet und damit für einen nahezu reibungslosen Ablauf des Ganzen gesorgt hatte. Unterstützt werden Ulmann und Co. dabei seit Jahren von Feuerwehr und DRK.
Start und Ziel waren auf dem Winsener Schlossplatz, wo rund 500 Zuschauer für einen Hauch von Hamburg-Marathon-Feeling sorgten. Angeboten wurden Strecken über 1 km, 2,6 km und 10,8 km sowie ein Halbmarathon über 21,1 km, außerdem 14 km für Wanderer und 12 km für Walker.
Die Zeitmessung erfolgte erstmals mittels eines so genannten Transponders, den die Aktiven ums Handgelenk tragen, und der beim Überqueren der Start- beziehungsweise Ziellinie ein an die Startnummer gekoppeltes elektronisches Signal auslöst. Was ganz erheblich zur zeitlichen Straffung der Veranstaltung beitrug und fixe Siegerehrungen möglich machte - zur Freude der Jüngsten, die den Pokalen und Urkunden besonders ungeduldig entgegenfiebern. Trotz "bestens funktionierender Technik" (U1mann) kam es durch menschliches Versagen zu einer kleinen, aber verzeihlichen Panne: Weil sich eine menschliche Wendemarke offenbar auf Grund eines allzu menschlichen Bedürfnisses kurzzeitig in die Büsche geschlagen hatte, überlief die Spitzengruppe des 6-kmLaufes den eigentlichen Wendepunkt, ehe sie dies nach 1000 m bemerkte, aber auf Grund des bis dahin herausgelaufenen Vorsprunges dennoch als Erste das Ziel erreichte. Sieger wurde übrigens Jan-Martin Gutzeit (LG Nordheide/M 20) in 23:39 Minuten vor Oliver Studt (LT Tostedt/ M 35) in 23:54 und Rober Supplieht (LG Nordheide/M 20) in 24:00.
Weitere Sieger, 6 km, Frauen. Alexandra Hahn (LGN/W20) 25:06; Männer, 10,8 km: Tim Tomczak (LGN/M 20) 36:28; Frauen, 10,8 km: Katja Wolters (LG HNF/W30) 40:35; Männer 21,1 km: Denny Mettke (LT Neuenfelde/M 20) 1:16:07 Stunden; Frauen 21,1 km: Andrea Osterheider-Breeck (ohne Verein/W 40) 1:41:02.